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Comeback: Platinwert steigt rasant

Bildnachweis: Foto von Tahlia Doyle auf Unsplash

Wertvoller als Gold und dennoch oft unter dem Radar – die Rede ist von Platin. Der Wert des Edelmetalls blieb aufgrund seiner unscheinbaren Optik lange unerkannt. Heute findet Platin beispielsweise bei Zahnimplantaten Verwendung und ist auch für den Handel lukrativ.

Platin – das unterschätzte Edelmetall

Wie auch Gold oder Silber definiert sich der Platinwert aus dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage. Angst vor Inflation, langfristige Entwicklungen und Spekulationen zeigen: Auch Emotionen spielen bei der Wertentwicklung eine Rolle. Doch die Nachfrage steigt – und mit ihr der Wert des Edelmetalls. Dass Platin ein hohes Ansehen und einen hohen Wert genießt, war nicht immer so. Ein Blick in die Geschichte zeigt: Das Edelmetall wurde lange Zeit unterschätzt. Die Geschichte von Platin geht lange nicht so weit zurück wie die von Silber oder Gold.

Platin: Wert in der Vergangenheit

Die Geschichte des Edelmetalls lässt sich lediglich in die frühe Neuzeit zurückführen. Das Edelmetall musste sich jedoch seinen Ruf zunächst hart erkämpfen. Im 17. Jahrhundert wurde Platin als unbrauchbares und wertloses Metall betrachtet. Aufgrund der unscheinbaren Optik hielten es die Menschen für wertlos. Besonders umstritten war Platin im spanischen Kolonialreich. Dort wurde es aufgrund des ähnlichen Gewichts zum Fälschen von Gold verwendet.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts stieg der Platinwert langsam. Besonders Russland baute das Metall ab. Da in Russland keine Industrie für Platinverarbeitung hatte, wurde der Rohstoff exportiert. Deutschland erkannte das Potential und erwarb einen großen Teil des Rohstoffes. Der Wert des Metalls stieg schnell – kurz vor dem ersten Weltkrieg lag er doppelt so hoch wie der Goldpreis. Finanzkrisen und Revolutionen führten zwar zu Schwankungen an der Börse, an dem hohen Wert von Platin hat sich jedoch bis heute nichts geändert. Gründe dafür liegen unter anderem an der Staatsverschuldung in den USA, an steigender Nachfrage und an Problemen im Förderland Südafrika. Bis heute produziert das Land 75 Prozent des Edelmetalls.

Vorkommen und Gewinnung von Platin

Platin ist ein relativ knappes Edelmetall. Es wurde bis heute an 380 Fundorten weltweit nachgewiesen. Hier gibt es nennenswerte Platinförderung (mit Angaben in Tonnen pro Jahr):

  • Südafrika (140t)
  • Russland (70t)
  • Kanada (18t)
  • USA (4,2t)
  • Kolumbien (1,4t)
  • Simbabwe (1,3t)
Das Edelmetall wird heute vor allem in Südafrika, Russland und Kanada in Bergwerken abgebaut. Es findet Verwendung für teure Schmuckwaren und Schreibfedern. Dafür ist Platin durch seine stabile Beschaffenheit sehr geeignet. Aber auch als Zahlungsmittel und Geldanlage wird das Edelmetall immer beliebter.

Wert von Platin: beliebte Anlage

Anlage ist entweder durch den Ankauf in physischer Form oder über die Börse als Aktien möglich. An der Börse können Anleger in Zertifikate, Fonds oder ETFs (Exchange-traded funds) investieren. Aber auch der Ankaufspreis für Platin ist hoch: aktuell (Stand: Mai 2024) liegt er bei knapp 29 Euro pro Gramm. Der sogenannte Gold-Platin-Ration gibt das Preisverhältnis von Gold und Platin an. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt einige Schwankungen. Edelmetalle sind und bleiben jedoch beliebte Anlage.

ÜBER 100.000 ERFOLGREICHE ANKÄUFE.