Wertvoller Schmuck in Hochzeitstraditionen rund um die Welt
Schmuck ist ein fester Bestandteil vieler Hochzeitsbräuche auf der ganzen Welt. Dazu zählen beispielsweise Diademe, Halsketten oder auch Ohrschmuck. Dieser Hochzeitsschmuck wird aus Edelmetallen wie Silber und besonders häufig aus Gold gefertigt. Auch Diamanten und andere Edelsteine kommen zum Einsatz. In diesem Beitrag betrachten wir einige der schönsten Exemplare.
Das algerische Diadem
Zum algerischen Brautschmuck gehört traditionell das Khit er rouh, auch bekannt als Zerouf. Dieses Diadem setzt sich aus mehreren Elementen (sogenannten Chantons) zusammen, die durch Ringe miteinander verbunden sind. Die Komponenten werden oft mit Edel- oder Halbedelsteinen verziert. Das Schmuckstück wird von Mutter zu Tochter vererbt und bei der Hochzeit über der Stirn getragen. Manche Familien besitzen durch diese Erbschaft historische und deshalb äußerst wertvolle Diademe. Seit 2012 ist der traditionelle Hochzeitsschmuck, zu dem auch das Khit er rouh gehört, als Teil des Hochzeitskostüm-Handwerks von Tlemcen immaterielles Kulturerbe der Menschheit.
Die indische Kette
Während der hinduistischen Hochzeit wird dieser Schmuck, bekannt als Mangalasutra, der Braut um den Hals gelegt. Der Anhänger aus Gold stellt traditionell Gottheiten dar. In manchen Regionen werden auch ornamentale Varianten mit einer Goldkette und einem Anhänger aus Diamanten getragen. Brautschmuck wie das Mangalsutra diente historisch zur Absicherung der Braut gegen Altersarmut und Verwitwung.
Bei den Pandits, einer hinduistischen Gemeinschaft in Kaschmir, erhält die Braut ein Ohr-Ornament namens Dejhoor. Es wird meist aus Gold (teils mit Silber oder vergoldeten Komponenten) gefertigt. Das Dejhoor ist sechseckig, wird über einen Faden oder eine Kette am Ohr befestigt und symbolisiert – ähnlich wie ein Mangalsutra – den verheirateten Status. Auch der Bräutigam trägt auf indischen Hochzeiten heutzutage Schmuck. Darunter ein Turbanornament namens Sarpech. Dieses zumeist aus Gold gefertigte Schmuckstück wird an der Vorderseite des Turbans befestigt. Historisch war es ein Symbol von Rang und Macht. Das Sarpech wie auch andere Schmuckstücke des Bräutigams sind heute eher modische Accessoires und seltener an religiöse und traditionelle Bräuche geknüpft.
Der vietnamesische Halsreif
Dieses Schmuckstück ist eine traditionelle Halskette aus Vietnam namens Kiềng. Der komplett geschlossene Reif besteht aus solidem Gold und hat meist keinen separaten Anhänger. Das schlichte Schmuckstück wird oft mit detaillierten Gravuren verziert und ist vorne breiter. Getragen wird der Kiềng vor allem von Frauen zu wichtigen Anlässen, wie Hochzeiten. Er besitzt hohen kulturellen Wert und symbolisiert Wohlstand und Reichtum.
Die spanischen Münzen
In Spanien und Lateinamerika ist es Tradition, der Braut dreizehn Goldmünzen in einer reich verzierten Kiste zu überreichen. Diese Münzen sind unter dem Namen „Las Arras“ bekannt, was übersetzt „ehrliches Geld“ bedeutet. Als christlicher Brauch symbolisiert die Anzahl der Münzen heutzutage für Jesus und seine zwölf Apostel. Die Tradition symbolisiert das Versprechen des Bräutigams, für seine Familie zu sorgen, sowie das Vertrauen der Braut in seine Fürsorge. Der Ursprung des Brauches ist bis heute umstritten.
Fazit
Schmuck ist ein fester Bestandteil von Hochzeiten auf der ganzen Welt. Beim Bräutigam ist dieser eher zurückhaltend und schlicht. Bei der Braut ist Schmuck oft deutlich ausgefallener. Beispiele dafür sind reich besetzte Diademe in Algerien oder Halsketten in Indien und Vietnam. Diese goldenen Schmuckstücke sind häufig Teil der Mitgift und haben einen hohen traditionellen Wert.
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass wir Schmuck nur ankaufen, wenn er für uns aktuell von Interesse ist. Andernfalls erhalten Sie von uns lediglich den reinen Goldwert sowie eventuelle Steine oder andere Nichtedelmetalle zurück.















